3. Skoda Cup 2016

Ungewohnte Wetterbedingungen beim MST Estenfeld.

Die Teilnehmer des 2. Skoda Cups 2016 staunten nicht schlecht als sie frühmorgens aus dem Fenster blickten. Sonne? Und das zum Skoda Cup? Was ist denn da schiefgelaufen? Manch einer Teilnehmer mochte diesem Anblick dann doch nicht glauben und packte vorsichtshalber sein Regenauto mit in die Rc-Car-Kiste... man ist aus der Vergangenheit ja doch so einiges gelehrt worden, wenn Outdoor-Rennen beim MST Estenfeld veranstaltet werden. Doch alles umsonst. Das jahrelang ausgetüftelte Regensetup war an diesem Wochenende leider fehl am Platz, die Teilnehmer durften sich auf sehr sonnige und vor allem trockene Renntage freuen. Bereits im Vorfeld wurde die Strecke komplett auf Vordermann gebracht, der Asphalt wurde gründlich gereinigt und alle Streckenmarkierungen erstrahlten wieder in frischen Farben. Alles war angerichtet für ein packendes Race-Weekend in vier Rennkategorien.

Rookie:

9 Racer kämpften in Rookie um den Sieg. Am schnellsten unterwegs an diesem Wochenende war Martin Feineis, der sowohl in den Vorläufen als auch nach den Finalen ganz oben auf dem Treppchen stand. Dahinter folgen ihm Leon Dill und Oliver Hub. Das B-Finale gewann Tobias Zinser vor Karl Ruppert und Nico Seitz.

Formel:

Die Formel-Klasse freute sich über insgesamt 12 Teilnehmer. Dies ist ein positives Zeichen und zeigt, dass die 2016 neu eingeführte Klasse sich bei den Fahrern großer Beliebtheit erfreut. Fahrzeugtechnisch werden bisher überwiegend Fahrzeuge der Marke Xray und Tamiya eingesetzt. Der Boom der Formel-Klassen in ganz Europa spiegelt sich aber so langsam im Portfolio der verschiedenen Hersteller wider, sodass mittlerweile nahezu jede große Marke ein Formel Fahrzeug anbietet wie z. B. Serpent, VBC, CRC, Yokomo, Roche,…

Die hinterradgetriebenen Fahrzeuge am besten kontrollieren konnte an diesem Wochenende Felix Schneider, der nach den Vorläufen vor Steffen Ferschke und Sebastian Bauer auf TQ stand. Diesen Platz konnte Felix auch in den Finalen behaupten und siegte mit seinem Xray X1 in allen Finalen vor Steffen Ferschke mit seinem neuem Tamiya. Tobias Liebenstein konnte von Platz 5 startend Sebastian Bauer noch verdrängen und landete schließlich auf Platz 3. Das B-Finale gewann Rainer Liebenstein vor Michael Will und Rolf Jacob.

Skoda RS-X

Wie bereits beim ersten Hallenrennen der neuen Saison versprach diese Klasse sehr spannende Rennen zu bieten. Was sie auch halten konnte.

Bereits in den Vorläufen waren die vorderen Plätze heiß umkämpft und es kam immer wieder zu Positionswechseln. Da nur 6 Startplätze vor das A-Finale vergeben wurden mussten sich einige typische A-Finalisten in den hinteren Finalen wiederfinden, unter anderem auch Uwe Hertlein, der Gewinner des ersten Skoda RS-X Laufes. Nach den Vorläufen positionierte sich David Kuschnarew auf TQ, dicht gefolgt von Felix Schneider und Maximilian Stalla. David konnte diesen Startplatz im ersten Finale sicher behaupten. Im zweiten Finale wurde es auf den letzten Runden noch einmal richtig spannend, als eine Funkstörung David zu einem ungewollten Fahrmanöver verleitete und das Verfolgerfeld bis auf wenige Zehntelsekunden aufschließen konnte. Doch David konnte es ins Ziel retten und holte sich damit den Tagessieg. Im dritten Finale trat David nicht mehr an, somit ging es nun um die verbleibenden Plätze auf dem Treppchen. Felix hatte von Startplatz 2 startend die besten Karten, Maxi machte jedoch gleich zu Beginn enormen Druck auf Felix und konnte sich an ihm vorbeischieben und den Lauf gewinnen. Somit landete Maximilian Stalla im Endresultat auf Platz zwei gefolgt von Felix Schneider. Das B-Finale gewann der Bamberger Christian Gehrlach vor den Estenfeldern Sebastian Bauer und Andreas Rosel. Im C-Finale siegreich war Tobias Liebenstein vor Damian Kratochwil und Steffen Kuhn.

Skoda Fun

In unserer größten Klasse mit insgesamt 23 Teilnehmern kam es erneut zum großen Duell der Familie Fischer. Alle drei – Daniel, Sabrina und Peter – konnten sich für das A-Finale qualifizieren. Mit lediglich zwei 1/100 (!!!) Sekunden fuhr Sabrina sich auf Startplatz 1 vor ihrem Bruder Daniel. Wiederum vier Sekunden dahinter folgte Roman Chwalczyk. Dass sich die beiden Fischer-Geschwister nichts zu schenken haben sah man auch in den Finalläufen. Im ersten Finale fuhren beide wie an einer Perlenkette gezogen im minimalen Abstand hintereinander her. Erst kurz vor Ende der 5 Minuten Rennzeit wagte Daniel den entscheidenden Angriff und konnte sich an Sabrina vorbeischieben und den Lauf gewinnen. Gleiches Spiel im zweiten Finale. Beide waren mit identischem Speed unterwegs, doch diesmal konnte sich Sabrina behaupten und gewann denkbar knapp mit 2 Zehntelsekunden vor ihrem Bruder. Die Entscheidung musste also im dritten Finale fallen. Ein kleiner Fahrfehler konnte schon das Aus bedeuten – das war klar. Doch beide blieben absolut nervenstark und leisteten sich keinen gravierenden Fahrfehler, sodass wie zuletzt bis auf die letzte Kurve alles möglich war. Doch auch diese meisterte Sabrina ohne Schwierigkeiten und gewann erneut mit lediglich 2 Zehntelsekunden Vorsprung. Somit gewann das A-Finale Sabrina Fischer vor Daniel Fischer. Auf Platz drei konnte sich noch Daniel Seitz an Roman vorbeischieben und sich den verbleibenden Platz auf dem Treppchen sichern. Sieger des B-Finales wurde Florian Steger vor Gianni Cappalletti und Timmy Hon. Das C-Finale gewann Johannes Leibold vor Jonah Hollmeyer und Sabrina Handwerker.

Vielen Dank an dieser Stelle an alle Helfer und Ehrenamtliche, die solch ein Event überhaupt erst ermöglichen!

Das Team des MST-Estenfeld freut sich bereits auf das große TTSC/MST-Raceweekend am 04/05. Juni. Bitte alle ihre Teller leer essen, damit wir auch zu diesem Datum unsere Regenhauben in der Kiste lassen dürfen ;-)

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