4. Skoda Cup 2016

Der Wetterbericht zum 4. Skoda Cup 2016 ließ nichts Gutes erahnen. Hohe Regenwahrscheinlichkeit wurde für den Samstag – Teil 1 des großen MST/TTSC-Raceweekends – prognostiziert. Aus diesem Grund entschied man sich bereits frühzeitig alle Vorläufe nach der Punktwertung zu fahren – eine Variante, die insbesondere bei wechselnden Wetterbedingungen die fairste Variante für alle Fahrer darstellt. Anders als zur klassischen Variante, bei der nur der schnellste Vorlauf gewertet wird, werden nun nach jedem Vorlaufdurchgang Punkte vergeben. 0 Punkte an den schnellsten des jeweiligen Vorlaufes, 1 Punkt für den zweiten, 2 Punkte für den dritten usw. Je weniger Punkte im Endresultat, desto weiter vorne im Finale wird man starten.
Doch toi-toi-toi, alle Teller wurden wie gefordert am Vortag leer gegessen und somit blieb der Samstag trotz dunklen Wolken komplett trocken.

Da der 4. Skoda Cup ausschließlich am Samstag ausgetragen wurde gab es nicht wie üblich 5 Vorläufe sondern nur 3 am Samstagvormittag. Freitag wurde zwar Training angeboten, aufgrund von Regen war dies aber nicht wirklich sinnvoll – einzig einige mutige TTSC’ler ließen sich den Spaß nicht nehmen und drehten ihre Runden auf der nassen Fahrbahn. Training - und somit mögliche Setuparbeiten - waren also kaum möglich. Es versprach also spannend zu werden wer sich bereits im Vorfeld ein Setup erarbeiten konnte, das von Anfang an funktioniert.

Rookie:

In unserer Einsteigerklasse traten insgesamt 14 Fahrer an. Schnellster nach den Vorläufen war Martin Feineis dicht gefolgt von Paul Wiesner und Oliver Hub. Martin konnte diesen Startplatz in den Finalen sicher behaupten und gewann vor Paul das A-Finale Rookie. Auf den dritten Platz konnte sich Tobias Creuzburg noch an Oliver vorbeischieben und nahm den letzten Platz auf dem Treppchen ein. Das B-Finale gewann Karl Ruppert vor Philipp Niedermeyer und Nico Seitz.

Formel:

Glücklicherweise fanden sich wieder viele Formel Fahrer, sodass 2 volle Gruppen an den Start gehen konnten. Die Rollen waren wie beim letzten Skoda Cup klar verteilt. Vorne weg setzte Felix Schneider die Pace dicht gefolgt von Steffen Ferschke, dessen Tamiya Formel von Rennen zu Rennen immer schneller wird. Felix schaffte es sich in den Vorläufen zu behaupten und setzte sich nach 3 Vorlaufsiegen als TQ fest. Auf Startplatz 2 stand wie erwartet Steffen, den dritten Startplatz konnte sich diesmal Sebastian Bauer sichern. Diese Reihenfolge änderte sich auch in den Finalen nicht. So stand Felix nach dem 2. A-Finale bereits als Sieger fest. Steffen schaffte es im 3. Finale doch noch Felix einen Laufsieg abzuluchsen.  Der 5. Skoda Cup verspricht also einen noch härteren Kampf um den Sieg zu geben – das ist jetzt schon klar! Im B-Finale konnte Michael Will vor Sascha Malchow und Rolf Jacob gewinnen.

Skoda Fun

Daniel oder Sabrina – das ewige Duell der Geschwister Fischer sollte sich auch im 4. Skoda Cup fortsetzen. Wie bereits beim 3. Skoda Cup konnte Sabrina die Vorläufe gewinnen und startete vor ihrem Bruder Daniel und Pascal Leibold. Nicht minder spannend wurden die Finale, in denen Daniel immer wieder versuchte Sabrina unter Druck zu setzen und sie zu Fahrfehlern zu zwingen. Doch Sabrina blieb wie zuletzt nervenstark und leistete sich keinen Ausrutscher, die es erlaubten ihren Bruder überholen zu lassen. Sabrina konnte die ersten beiden Finale gewinnen und stand demnach frühzeitig als Siegerin der Skoda Fun fest. Im letzten Finale holte Daniel noch einmal alles aus sich heraus und schaffte es dann doch seine Schwester zu überholen. Dieser Sieg im letzten Finale war enorm wichtig für ihn, da Pascal immer auf Schlagdistanz blieb und beide bis zum dritten Finale punktgleich waren. Somit gewann Sabrina vor Daniel und Pascal. Hervorzuheben ist außerdem die Leistung von Peter Fischer, der den Jungspünten mal so richtig zeigte wie der Hase läuft und mit dem 4. Platz vor Roman Chwalczyk sein bestes Saisonergebnis erreichte. Mit Pech nur im B-Finale gewann Daniel Seitz dieses Finale aber souverän vor Michael Dill und Gianni Cappalletti. Thomas Klause gewann das C-Finale gefolgt von Michael Mattis und Jonah Hollmeyer.

Skoda RS-X

Wenig Überraschung gab es in unserer schnellsten Klasse. Bereits in den Vorläufen konnten sich die üblichen Verdächtigen ganz vorne auf den Ergebnislisten wiederfinden. David Kuschnarew konnte seine Performance der letzten Rennen wieder abrufen und setzte sich auf TQ fest vor Maximilian Stalla und Felix Schneider – alle drei mit „0“ Punkten, also jeder von ihnen konnten einen Vorlaufdurchgang gewinnen, mit dem besseren Einzelresultat für David. Die Show war somit eröffnet! Ein Fehler kann das Rennen kosten – soviel hatte man aus den vergangenen Rennen gelernt, da die Leistungsdichte mittlerweile extrem zusammengewachsen ist – eine Tatsache, die für ein absolut leistungsfaires Reglement spricht. Erfahrung mit dieser Drucksituation haben alle Fahrer, somit entscheiden am Ende Nuancen wer sich durchsetzen kann. Auch in den Finalen war David eine Klasse vor sich und er schaffte es alle drei Finale zu gewinnen. Im Kampf um Platz zwei machte Felix enormen Druck auf Maxi, der aber keine Lücke offen lies. Somit blieb die Reihenfolge nach den Finalen unverändert und David gewann wie bereits im 3. Skoda Cup vor Maxi und Felix. Wird die Siegesserie von David im 5. Skoda Cup gestoppt? Seine Konkurrenten werden es ihm auf jeden Fall nicht leicht machen!

Der MST Estenfeld blickt auf ein erfolgreiches Raceweekend voller spannender und fairer Rennaction zurück. Vielen Dank an alle Fahrer für diese tolle Atmosphäre.
Großen Dank außerdem an alle Grillmeister, Kuchenbacker, Zeitnehmer, Küchenfeen, technische Abnahme, …… und vielen Dank an den Regengott, der sich wieder gnädig zeigte ;-)

Wir sehen uns beim nächsten Skoda Cup !

Euer Team des MST Estenfeld.

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